Das Facilitator-Curriculum

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Facilitator-Curriculum

Das Facilitator-Curriculum: Idee & Hintergrund

Die Themen und Anwendungsgebiete des Facilitator-Curriculum gehen weit über das Feld der Organisationsentwicklung hinaus. Politik hat das Thema bereichsübergreifender Dialoge in Staatsapparat und Gesellschaft. Kommunale Verwaltung setzt sich mit gelebter Demokratie auseinander: Stichworte BürgerInnenbeteiligung, Volksbegehren und BürgerInnenräte. Schule debattiert über neue, beteiligungsorientierte Lernformen und eine neue Rolle der Lehrkräfte – weg vom Fachexperten hin zum Facilitator. Kirche beschäftigt sich zum Beispiel mit der Frage: „Wie lernt Kirche Partizipation?“ Verkehrs- und Sicherheitstechnik arbeiten mit den Prinzipien der Selbstorganisation und Schwarmbildung. Die Liste an Beispielen ist endlos.

Im Facilitator-Curriculum der Kommunikationslotsen erfahren Sie, wie unbewusste Grundannahmen über Organisation, Management, Führung, Lernen und Zusammenarbeit unser Tun beeinflussen. Wir entdecken zieldienliches Denken und schärfen unser Bewusstsein für Faktoren des Gelingen. Das Curriculum wirkt professions-übergreifend (Facilitative Haltung in der Kunst).

Unser erstes Facilitator-Training führten wir 1999 durch. Seit dieser Zeit wurden viele Kollegen, Fach- und Führungskräfte, wissenschaftliche Mitarbeiter, Projektleiter, systemische Berater, Change-Agents und Trainer, aber auch Ärzte und Schulleiter bei uns fortgebildet. Facilitation ist ein gesellschaftliches Phänomen.

 

Facilitator-Curriculum

Inhalte

Das Facilitator-Curriculum der Kommunikationslotsen vermittelt international bewährtes Facilitation Know-how und praxistaugliche Werkzeuge, die echten Dialog und Wandel in Organisationen ermöglichen. Das Facilitator-Curriculum basiert auf dem Erfahrungswissen der Kommunikationslotsen und orientiert sich an den Standards der IAF, International Association of Facilitators („Code of Ethic“ und „Foundational Facilitator Competencies“). Der Rolle, Person und Intention des Facilitators beim Zusammentreffen mit Einzelpersonen, Gruppen und ganzen Organisationen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit, damit Interventionen und Beratung wirksam werden. Erfahrungs- und Methodenwissen sowie Modelle und Prinzipien können erfahrungsgemäß auf andere Rollen und Professionen übertragen werden.

Modul 1: »Routinen verlassen. Neue Kontexte kreieren.«

Modul 1 bietet einen Einstieg in die Arbeitsweisen und Grundannahmen facilitativer Vorgehensweisen. Das methodische Repertoire umfasst eine Einführung in potential‐orientiertes Denken und Arbeiten (Appreciative Inquiry), das World Café als Dialog‐ und Reflexionswerkstatt sowie Kreismethoden. Neben der Prozess‐ und Methodenkompetenz vermittelt Modul 1 ein zukunftsweisendes Rollenmodell für Menschen in Führung, Entwicklung, Begleitung, Planung, Organisation, Projektsteuerung, Strategieentwicklung, Beratung, Training, etc.

Modul 2: »Weniger tun. Mehr erreichen.«

Modul 2 vertieft die in Modul 1 eingeführten Aspekte und Methoden und erweitert das methodische Repertoire um facilitative Auftragsklärung, die Arbeit mit Pilotgruppen und die Open Space Technologie. Der Untertitel „Weniger tun. Mehr erreichen.“ verweist auf die Rolle und facilitative Haltung bei Auftragsklärung und Situationsanalyse – hier geht es vor allem um Zieldialoge und die richtigen Fragen zur richtigen Zeit. Darüber hinaus spielen das Thema Selbstorganisation und das Gesetz der zwei Füße eine wesentliche Rolle.

Modul 3: »Veränderung in Echtzeit ermöglichen.«

Modul 3 widmet sich dem Wandel in Echtzeit. Im Fokus stehen wirksame facilitative Interventionen im Changeprozess von Organisationen. Anhand von Praxisfällen analysieren wir Prozesschoreographien und erleben die facilitative Haltung in Beratung und Führung. Im Kern geht es um die Fähigkeit, die Integrität eines Systems bzw. einer Gruppe in schwierigen Prozessphasen zu wahren – diese Fähigkeit ist für Menschen in Beratung und Begleitung ebenso wie für Führungskräfte maßgeblich. Das methodische Repertoire umfasst Dynamic Facilitation sowie die Großgruppenformate »RTSC – Real Time Strategic Change« und Zukunftskonferenz.

Modul 4: »Facilitation beyond Methods.«

Jenseits des Diskurses über Methoden und Vorgehensweisen erkunden wir im Modul 4 facilitative Haltungen und Prinzipien als Lebensphilosophie und -form. Dürfen Facilitator eine eigene Intention haben ‐ müssen Sie nicht sogar? Wie entstehen Autonomie im Wandel und was bedeutet Transformation? Wir lernen wie der Meeting-Raum eine Transition erfährt vom alltäglichen Sozialraum zum bewussten Raum der Transformation. Eine Quelle dieser Arbeit stammt von Arnold van Gennep, der mit seinem Standardwerk „Les rites des passage“ ein Metamodell menschlicher Entwicklung und Transformation beschreibt. Abgerundet wird das Modul 4 durch einen tieferen Einblick in „The Circle Way“ (u.a. Energetics und Schattenarbeit) sowie durch eine persönliche Erfahrung unter der Rubrik ‚Retreats & Rituale‘.

Zielgruppe

Menschen in beratender oder leitender Funktion: Change-Consultants & -Agenten, Prozessbegleiter & -architekten, Zukunftsgestalter, Wissensarbeiter, agile Projektexperten, Coaches, Mediatoren, Projektleiter, Berater, Frauen und Männer in der Leitung von Abteilungen oder Unternehmensbereichen.

Menschen, die sich Gedanken über Zusammenarbeit & Co-Creation, echte Dialoge, bedeutungsvollere Meetings und Organisationsformen der Zukunft machen und diese mitgestalten möchten.

Menschen, die ein Interesse daran haben, ihre mentalen Modelle bzw. inneren Einstellungen diesbezüglich zu hinterfragen und ggf. einer Erneuerungskur zu unterziehen.

Das Facilitator Curriculum eignet sich auch für Trainer, die ihre eigene Rolle und Trainingskonzepte weiterentwickeln möchten. Das Facilitator Curriculum unterstützt Menschen massiv darin, sich zu einer sozial erfolgreichen Trainer-, Berater- und Führungspersönlichkeit zu entwickeln.

Das Besondere des Facilitator-Curriculum

  • Lernambiente
    Wir achten darauf, an welchen Orten wir tagen und welche Menschen diese Orte zur Verfügung stellen. Wir wählen bewusst aus und gestalten ein Setting, das inspiriert und Lernen auf vielen Ebenen ermöglicht. Was die Moderationstechnik betrifft, so werden die Kommunikationslotsen von Neuland unterstützt. Mit Ausnahme von Praxisvideos verzichten wir auf Beamer und Powerpoint. Dafür wird live visualisiert und dokumentiert. Alle Trainingsinhalte werden professionell und übersichtlich visualisiert. Auch was neben dem eigentlichen Trainingsprogramm ermöglicht wird, schätzen unsere Teilnehmer: Austausch, Networking, ein außergewöhnlicher Ort inmitten der Natur, Joggingstrecken, Spazierengehen, Sauna und gutes Essen – es gibt viele Faktoren für einen rundum inspirierenden Aufenthalt und eine besondere Zeit für Leib und Seele.
  • Lernbegleitung
    Die Module werden in der Regel von zwei Lotsen durchgeführt. Die Lotsen werden vor Ort unterstützt durch eine Lotsen-Assistenz. Sie hat ein offenes Ohr für logistische Fragen und ein Auge auf das Wohlergehen der Teilnehmer. Für Organisatorisches vorher und nachher steht Ute Schulte zur Verfügung.
  • Fotodokumentation 
    Für Ihre Nachbereitung erhalten Sie in digitaler Form eine umfassende Fotodokumentation der Ergebnisse und eine Liste mit Material, Links und Literatur zum Thema.
  • Neuland Rabatt
    Unser Kooperationspartner Neuland gewährt Teilnehmenden unserer Trainings einen Rabatt aufs gesamte Sortiment.
  • Lernlandkarten
    Zu jedem Training erhalten Sie 1-2 Lernlandkarten, die das erlernte Wissen auf einen Blick festhalten. Zum Nachlesen und Vertiefen.

Lernlandkarte Nr. 8 Dynamic Facilitationappreciative inquiry lernlandkarte, Kommunikationslotsenworld café lernlandkarte, Kommunikationslotsenopen space lernlandkarte, Kommunikationslotsen

 

Trainingszeiten

Die Fortbildung besteht aus 4 Modulen à 4 Tage Training. Wir nennen das Curriculum. Das Curriculum beinhaltet Leseaufgaben zwischen den Modulen. Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Facilitator‐Curriculum erhalten ein Abschlusszertifikat zum »Professional Facilitator« (Kommunikationslotsen).

1. Tag: 13-19 Uhr
2.-3. Tag: 9-19 Uhr
4. Tag: 9‐16 Uhr

Außerdem finden in jedem Modul 1-2 Abendeinheiten statt.

Die Kosten

EUR 5.600.– Facilitator‐Curriculum inkl. 16 Trainingstage, umfangreiche Tagungsunterlagen,
zzgl. Tagungspauschale des Seminarzentrums und Übernachtung (optional)
zzgl. gesetzliche MwSt.

Die Trainer

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Holger Scholz
Roswitha Vesper

Nicole Hackenberg
Dirk Blumberg

Ihre Trainer sind Facilitator, Großgruppenspezialisten und assoziierte Partner der Kommunikationslotsen. Sie beraten und begleiten seit vielen Jahren national und international agierende Organisationen und Konzerne zu den Themen Führung, Veränderung und Zusammenarbeit.

 

Trainings-Sprache

Deutsch

 

Seminar-Location

Seminarzentrum Grube Louise, Bergstr.1‐5, 56593 Bürdenbach (Grube Louise)
Wir buchen für Sie ein Zimmer im Seminarzentrum Grube Louise. Sollten Sie dies nicht wünschen, wählen Sie bitte die entsprechende Option bei der Buchung über unseren Partner xing-events

 

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