NEU: Coyote Wintercamp (Natural Facilitator)

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(Abbildung: Big Tipi Beuerhof, Foto: Jack Silver Kriegerschule)

 

10.-12. Februar 2017, Beuerhof Tipidorf

Die Idee und der Ort
Viele von uns kennen die verschiedensten Räume für Lernen und Entwicklung. Ein ganz besonderer Raum ist die Wildnis bzw. der Naturraum. Einige Menschen verstehen unter „Wildnis“ die tiefen Wälder Alaskas und die endlosen Weiten der Steppe und Tundra – für uns beginnt die Wildnis direkt hinter dem Gartenzaun. Mit der Neugier des Kindes entdecken wir, wie uns die Natur als ineinander verwobenes Ökosystem aufnimmt, ein Teil werden lässt und uns einlädt – ohne Zeit und ohne einen Gedanken an Gestern oder an Morgen.
Mit dem Coyote Wintercamp verfolgen wir die Idee, diesen besonderen Natur- und Wildnisraum besser kennenzulernen, darin unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erweitern und somit diesen Raum ein Stück weit zurückzuholen aus den Erinnerungen zurückliegender Kindertage in unsere gegenwärtige Lebensphase, unsere persönliche Entwicklung und unser Wirken als Begleiterin und Begleiter.

Für solch eine Idee braucht es besondere Orte und Settings, die wir am Beuerhof mit seiner ungestörten Alleinlage  in Mitten der Vulkaneifel gefunden haben. Hier gibt es viel Weite, Raum und uralte, geweihte Plätze für besondere Erfahrungen und Prozesse. Ein Platz herzlicher Gastfreundschaft und ein Ort eigener Energien und Lehren.

Coyote Wintercamp - 5 von 6

Hier am Beuerhof wurde unter anderem in den 1990er Jahren der Weg für heilige Zeremonien der Lakota-Indianer durch Medizinmann und Wicasa Wakan (heiliger Mann) Archie Fire Lame Deer geebnet und diese Tradition wird bis heute gepflegt.

Im letzten Jahr waren die Kommunikationslotsen gemeinsam mit Christina Baldwin und Ann Linnea hier mit ihrem „The Circle Way Praktikum“ und wir nutzten den Zauber der Vulkaneifel, den Wald, die Bäume und verschiedene Plätze für das gemeinsame Eintauchen in den Circle.

Bei den Kommunikationslotsen sprechen wir vom „Natural Facilitator“:
„Es ist unsere Überzeugung, dass alle Menschen mit den grundsätzlichen Anlagen zum ‚Natural’ ausgestattet sind. Denken wir z.B. an die Intuition, die Neugier, an den Sinn für das Schöne, das Rechte und Gute, die Gabe eines jeden Menschen, zu erschaffen, zu bewahren und zu führen.
‚Natural’ heißt auch Natur und Verbindung mit dem Leben. Im Kern des Begleitens, beim Facilitating, Coaching und Mentoring geht es um größere Fragen von Gemeinschaft, Verbindung und Zukunft auf Mutter Erde.  … Natural Facilitator sind Menschen, die eine Lichtung sind für das Leben, für Co-Existenz und letztlich auch für die Liebe zu allem, was ist. Dies sind ‚Naturals’ – natürliche Wegbereiter und Lebensbewahrer. „

Der Mensch als natürlicher Wegbereiter und Lebensbewahrer – das ist der „Natural Facilitator“. Das ist die Idee. Und um diese Idee zu leben, laden wir ein in den Natur- und Wildnisraum, wir ermutigen uralte Tools, neue Fähigkeiten und Fertigkeiten zu lernen und zu üben und wir sind inspiriert, dies in einer spannenden Gruppe Gleichgesinnter anzugehen.

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Ein Wort zum Coyoten
Der Coyote war bei vielen indigenen Völkern ein Lehrmeister. Insofern steht er als Namensgeber für das „Coyote Teaching“, eine uralte Form des Lehrens, die aus unserer Sicht gerade in der heutigen Zeit ein neues Paradigma des Lernens, Lehrens und der Begleitung ermöglichen kann. Es ist weitgehend unbekannt, vielleicht auch unbequem. Wir denken, es kann einen hilfreichen Unterschied machen und wir bieten an, neben vielen praktischen Übungen, auch intellektuell in dieses Thema einzusteigen.

Fokus
Der Winter ist die Zeit der Einkehr und Kontemplation. Im Wintercamp können wir zur Ruhe finden. Zugleich naht der Frühling. Das Camp dient somit auch der Vorbereitung auf das Neue, die Geburt einer neuen Idee oder Initiative. Wir haben uns für das Element Feuer entschieden.
Feuermachen mit den eigenen Händen über Holzreibung ist ein inspirierender Schöpfungsakt. Es geht dabei um Kreation im wahrsten Sinne des Wortes um das „Erschaffen“. Dieser Prozess wird hautnah erlebt und geht nach dem ersten Erfolgserlebnis auch nicht selten unter die Haut. Das Feuermachen hat darüber hinaus eine handwerkliche Ebene und nicht zuletzt auch spirituelle Aspekte. All dies wird im Wintercamp erfahren, gemeinsam erkundet und dient der Erweiterung persönlicher Erfahrungen, Vertiefung persönlicher Reflexion zu Fragen beispielsweise des Kreations-Prozesses sowie weiterer Themen, wie z.B. Aufmerksamkeit, Intuition, Achtgeben, Zeitlichkeit, Vorbereitung und natürliche Abfolgen/Abläufe, etc.
Feuermachen als Zeremonie schließlich eröffnet uns das Weite Feld der Zusammenhänge zwischen innerer und äußerer Arbeit… der gesamte Erfahrungsraum wird reflektiert in einer Gruppe Gleichgesinnter in wohliger Winteratmosphäre am Campfeuer im Tipi und auch draußen.

Coyote Wintercamp - 2 von 6

Für wen geeignet?
Das Coyote Wintercamp richtet sich an alle Menschen, die die Natur zu jeder Jahreszeit lieben – auch den Winter. Es ist geeignet für Menschen, die tiefer einsteigen möchten in den Erfahrungsraum Natur und Wildnis, für Menschen, die Aufleben, wenn es einfach wird (Essenszubereitung am Feuer, Übernachtung im Tipi, etc.) und bei denen Initiativkraft erwacht, wenn sie draußen sind.
Wir denken an Menschen, die Interesse an persönlicher Entwicklung im Kontext der Natur & Wildnis haben gepaart mit der Inspiration und Freude, die durch das Erlernen von Wildnisfähigkeiten entsteht. Das Coyote Wintercamp ist praxisorientiert und zeitlich entspannt. Wir ermöglichen Zeit für persönliche Erfahrungen und Erkundungen sowie Zeit für Zusammenarbeit, Austausch und Reflexion in der Gruppe.
Wir denken an Menschen in Prozessbegleitung, Beratung und Führung sowie an Menschen, die sich professionell oder interessehalber mit Entwicklung und Lernen von und in der Natur beschäftigen.
Wir denken an Menschen, die im Bereich „Meetings“ und/oder „Change“ arbeiten und die nach Alternativen zum konventionellen Konferenzraum oder der Methode „Powerpoint“ suchen.
Wichtig ist: Für uns sind alle Menschen ohnehin Naturals – „natürliche Wegbereiter und Lebensbewahrer“ – und wir können mit- und voneinander lernen.

Coyote Wintercamp - 1 von 6

Inhalte
Wir nutzen vor Ort entstehende Gelegenheiten für das gemeinsame Erkunden und Lernen. Das Programm orientiert sich somit am Geschehen. Die Praxis steht im Fokus. Storytelling, Talking-Stick-Runden und Teachings am Campfeuer und in der Natur sorgen für Haltepunkte der Besinnung und Reflexion. Folgende Stichpunkte sind als Beispiele zu verstehen – nicht als Agenda:

•    Coyote Teaching
•    verschiedene indigene Feuertechniken
•    Drillbogen-Set herstellen
•    Holzarten
•    Wahrnehmungsübungen ((Sitzplatz, Fuchsgang, Eulenblick))
•    Von Herzen sprechen ((Talking Stick – The Circle Way))
•    Schalen brennen
•    Wildnis-Regeln „The Sacred Order“
•    Ausrüstung „10 essential“
•    Zeremonien und Abfolgen natürlicher Übergänge

 

Die Begleiter

Sebastian Dietz
…. arbeitet als Facilitator und Waldpädagoge. Er vermittelt Wildnis-Skills an Menschen, die sich mit der Natur verbinden möchten – dabei sieht und zieht er Parallelen zu Werten und Prinzipien des Facilitating. Sein persönliches Thema und Anliegen ist, Menschen zu unterstützen, sich in der Natur wieder zuhause zu fühlen. Sein Erfahrungswissen beruht unter anderem auf den Lehren des amerikanischen Fährtenlesers, Scout- und Wildnisexperten Tom Brown und der Wildnisschule von Uwe Belz. Sebastian ist Jurist, Teilnehmer des Facilitator Curriculum und arbeitet als Natural Facilitator mit und bei den Kommunikationslotsen.

Holger Scholz
… ist Gründer der Kommunikationslotsen. Er arbeitet als Facilitator  für Menschen, die als Gruppe, Team oder Gesamtorganisation Zukunft gestalten und ihr eigenes Zusammenwirken dabei deutlich weiter entwickeln und letztlich verbessern wollen. Vieles von dem, was Holger Scholz in seiner Arbeit umsetzt, entspringt seiner Ausbildung als Facilitator, gepaart mit persönlichen Erfahrungen mit indianischen Traditionen und Kulturtechniken, mit denen er als 25-Jähriger in Kontakt kam. Vor wenigen Jahren absolvierte er die Ausbildung zum Wildnislehrer bei Uwe Belz basierend auf den Lehren der „Wilderness & Tracker School“ des amerikanischen Fährtenlesers, Scout- und Wildnisexperten Tom Brown. Holger ist auf dem Beuerhof aufgewachsen und ermöglicht einen direkten Zugang zu den Lehren des Platzes sowie zu den dort vorzufindenden Orten und Möglichkeiten.

 

Kosten
EUR 350.–  inkl. Schnitzmesser, Reinschreibheft (Journal), Übernachtungs- und Verpflegungskosten
zzgl. gesetzliche MwSt.

 

Organisatorisches
Beginn: Freitag, 10.02.2017 um 11:00
Ende: Sonntag, 12.02.2017 um 16:00

Zur Vorbereitung senden wir allen angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine ausführliche Liste „Was mitzubringen ist“. Die darin enthaltenen Ausrüstungsgegenstände sind handelsüblich und in nahezu jedem Haushalt vorhanden (Es sind in der Regel keine besonderen Ausgaben bzw. Anschaffungen notwendig). Die folgende Auflistung umreißt vorab das Wichtigste, geht aber nicht ins Detail:
•    Gemeinsame Unterkunft im großen Tipi (Schlafsack, Isomatte)
•    Mahlzeiten werden gemeinsam zubereitet (Kochen am Feuer)
•    WC & Gemeinschaftsduschen im Stall
•    Wintertaugliche Outdoor-Kleidung & Schuhwerk
•    Kein Handy oder ähnliches Device im Wintercamp (Es gibt eine zentrale Camp-Telefonnummer, die vorab bekannt gemacht wird.)

 

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